Kundeninterviews meistern: Der Mom Test und moderne Best Practices für Innovation

"Na, und was hältst du von meiner Idee?" – Diese scheinbar harmlose Frage kann Ihr gesamtes Innovationsprojekt zum Scheitern bringen. Warum? Weil sie auf einem fundamentalen Missverständnis basiert: Menschen lügen. Nicht aus Bosheit, sondern aus Höflichkeit.
Das Problem: Höflichkeitslügen zerstören Innovationen
Stellen Sie sich vor, Sie präsentieren Ihrer Mutter Ihre Geschäftsidee. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Ihnen ehrlich sagt, wenn die Idee schlecht ist? Genau dieses Problem haben wir in Customer Interviews: Menschen wollen uns nicht verletzen und erzählen uns deshalb, was wir hören möchten – nicht die Wahrheit.
Das Ergebnis? Wir entwickeln Lösungen für Probleme, die nicht existieren, oder schaffen Produkte, für die niemand bezahlen will. Mit über 40% ist "löst kein echtes Kundenproblem" der häufigste Grund für das Scheitern von Innovationen.

Cognitive Biases zu „Interviews“: Wie Biases deine Nutzerforschung verfälschen

"Menschen sprechen gerne über ihre Erfahrungen. Lehnen Sie sich zurück und lassen sie erzählen." So einfach klingt es im ProjektWirkstatt-Kursbuch. Doch zwischen diesem Ideal und der Realität liegen mentale Fallen, die selbst gut gemeinte Interviews in Bestätigungsmaschinen für unsere Vorannahmen verwandeln.
Das Tragische: Wir merken es nicht einmal. Während wir glauben, objektive Nutzerforschung zu betreiben, konstruieren wir unbewusst die Antworten, die wir hören wollen. Das Ergebnis? Millionen-Investitionen in Lösungen, die am Markt scheitern – obwohl "alle Interviews positiv waren".

KI in der Sozialwirtschaft: Vom Hype zur praktischen Umsetzung

Interview mit Thomas Schönweitz über konkrete KI-Anwendungen und strategische Entscheidungen
Thomas Schönweitz sprach auf der Geschäftsführendenkonferenz der Diakonie in Bayern über praktische KI-Einsätze in sozialen Organisationen. Im Interview erklärt er, warum die Sozialwirtschaft momentan wie ein Startup agieren muss und welche konkreten KI-Lösungen bereits heute funktionieren.

Ein neues Mindset zum Gespräch: über das Zuhören

Ich führe viele Interviews. Für Kunden und Projekte, um neue Aktivisten für die Gesellschaft für Lebenslanges Lernen zu finden, und ganz oft auch um einfach für mich selbst zu lernen. Um die eigene Industrie, neue Themen und Trends besser zu verstehen.
Dazu habe ich in den letzten Jahren an meinen Interview-Skills gearbeitet, Best-Practices wie z.B. vom Mom-Test oder zirkulärem Fragen aus der Systemik übernommen, und z.B. in unserem Podcast geübt.
Eines der grundlegenden Elemente dabei ist das Beobachten der eigenen Gedanken, und damit das „beim Erzähler bleiben“. Echtes Interesse am Interviewpartner, an den Stories und Erlebnissen die sie erzählen.
Das erste mal, dass mir aufgefallen ist wie wirksam das ganze ist, war in einem Interview mit einem Geschäftsführer eines großen Logistikunternehmens. Ich versuchte den Gedanken des Erzählers zu folgen, an Stellen die für mich und unser Thema interessant waren einzuhaken und offen nachzufragen. Der Redeanteil des Gesprächspartners lag deutlich über 80%.
Zu Schluss bedankte sich der Geschäftsführer für das angenehme Gespräch.
What??? Es hat doch quasi gar kein „Gespräch“ stattgefunden. Also nicht nach meiner Definition von Gespräch…. Was ist hier passiert?
Ein Ähnliches Erlebnis hatte ich kürzlich, auch hier hatte ich weniger als 20% Redeanteil als meine Gesprächspartnerin von ihrem Lieblingsthema erzählte. Aus dem 20 Minuten Termin wurden 70 Minuten, sehr kurzweilig und hoch interessant.
Mein Fazit:
Menschen erzählen gerne von sich selbst und ihren Themen. Lass sie reden.
(Viele) Menschen wünschen sich viel mehr als 50% Redezeit um Ihr Bedürfnis nach Kommunikation zu befriedigen, und um das Gespräch – und damit den Gesprächspartner – als angenehm zu empfinden.
Dazu auch: Dale Carnegie: How to Influence People

Intrapreneurship-Training in Finland

Für einen unserer Kunden in Finland leiteten wir unseren Intrapreneurship Grundlagen Workshop für 3 heterogene Teams, bestehend aus Produktentwicklung, Engineering, Vertrieb und Marketing.

Erfolgreiche Umfragen gestalten

Vermeide Fragen, die zu irreführenden und falschen Ergebnissen führen und eure Lösung auf die falsche Fährte führen.