Cognitive Biases zu „Verprobung“: Warum Pilotprojekte täuschen können

"Scheitern ist Lernen" – So beschreibt die ProjektWirkstatt die Philosophie der Verprobungsphase. "Nicht jeder Pilot führt sofort zum Erfolg, und das ist in Ordnung. Fehler sind ein natürlicher Teil des Prozesses und liefern wertvolle Hinweise, was verbessert werden muss."
Doch was passiert, wenn Teams nicht lernen, sondern sich selbst täuschen? Wenn aus "schnell, billig lernen" ein teurer Selbstbetrug wird? Wenn Pilotprojekte zu Rechtfertigungsmaschinen für bereits getroffene Entscheidungen werden?
Die Antwort liegt in fünf psychologischen Fallen, die systematisch unsere Fähigkeit sabotieren, aus Prototypen und Pilotprojekten ehrliche Erkenntnisse zu gewinnen.

Business Model Validierung

Wie finden wir schnell die richtigen Pilotkunden und Early Adopter für unser Projekt?

Arbeiten mit Hypothesen

Das Super-Über-Ziel ist, dass wir mit möglichst wenig Aufwand / Invest / Zeit idealerweise 100% sicher sind dass unser Kunde(nsegment) unsere Lösung kauft (und wir in der Lage sind diese Lösung auch zu liefern und technisch erzielen können, Viable – Feasible – Desireable). Optimal wäre wenn wir bei unserem Kunden anrufen, ihm am Telefon erzählen was wir machen/vorhaben, und der dann direkt bestellt und das Geld vorab überweist, und wir entwickeln und bauen dann erst los wenn das Geld auf dem Konto ist.
Ausserdem sollte natürlich die Zielgruppe möglichst groß sein (viele Kunden) und wir sollten möglichst viel Geld (Rohertrag/Marge) damit verdienen.
Warum geht das nicht so einfach?