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Cognitive Biases zu „Verprobung“: Warum Pilotprojekte täuschen können
"Scheitern ist Lernen" – So beschreibt die ProjektWirkstatt die Philosophie der Verprobungsphase. "Nicht jeder Pilot führt sofort zum Erfolg, und das ist in Ordnung. Fehler sind ein natürlicher Teil des Prozesses und liefern wertvolle Hinweise, was verbessert werden muss."
Doch was passiert, wenn Teams nicht lernen, sondern sich selbst täuschen? Wenn aus "schnell, billig lernen" ein teurer Selbstbetrug wird? Wenn Pilotprojekte zu Rechtfertigungsmaschinen für bereits getroffene Entscheidungen werden?
Die Antwort liegt in fünf psychologischen Fallen, die systematisch unsere Fähigkeit sabotieren, aus Prototypen und Pilotprojekten ehrliche Erkenntnisse zu gewinnen.
Cognitive Biases zu „Wettbewerb“: Wo stehen wir im Markt?
"Was gibt es schon auf dem Markt?" Diese zentrale Frage der ProjektWirkstatt-Phase 6 scheint simpel – doch die Antwort darauf entscheidet über Erfolg oder Scheitern ganzer Innovationsprojekte. In der Wettbewerbsphase geht es darum, "sich auszutauschen und zu netzwerken. Das Marktpotenzial für ein selbsttragendes Modell wird eingeschätzt sowie analysiert, was selbst gemacht werden kann und was ggf. zugekauft werden soll."
Das Problem: Unsere Wahrnehmung der Konkurrenzlandschaft ist systematisch verzerrt. Teams überschätzen ihre eigenen Chancen, unterschätzen etablierte Wettbewerber oder verlieren sich in bedeutungslosen Marktgrößen-Fantasien. Das Ergebnis? Strategien, die in der Theorie brillant erscheinen, aber an der Marktreality scheitern.
Cognitive Biases zu „Geschäftsmodelle“: Warum profitable Ideen scheitern
"Ein Geschäftsmodell beschreibt, wie (How) wir eine Leistung (What) erbringen um bei einer Zielgruppe (Who) Mehrwert (Value) zu entfalten für den diese Zielgruppe dann bereit ist Geld auszugeben (Why)." – So definiert die ProjektWirkstatt das Herzstück von Phase 7.
Doch warum scheitern so viele innovative Lösungen an der Geschäftsmodell-Hürde? Teams entwickeln brillante Produkte, lösen echte Probleme und gewinnen begeisterte Nutzer – nur um dann festzustellen, dass "die Machbarkeit und die Preis-Mengen-Kombination" nicht funktioniert.
Das Problem liegt nicht in mangelnder Kreativität oder schlechter Marktforschung. Es liegt in sechs psychologischen Fallen, die systematisch unsere Fähigkeit sabotieren, wirtschaftlich tragfähige Geschäftsmodelle zu entwickeln.
Cognitive Biases zu „Pitching und Reporting“: Warum gute Projekte schlecht verkauft werden
"The moment we have all been waiting for: wir kommunizieren unser Projekt. Der letzte wichtige Schritt ist die Kommunikation des Projekts, intern sowie extern. Es ist ein Moment, stolz zu sein und zu feiern!"
Doch warum scheitern so viele brillante Projekte ausgerechnet an der letzten Hürde? Teams haben Monate investiert, echte Probleme gelöst, funktionierende Prototypen entwickelt und tragfähige Geschäftsmodelle erstellt – nur um dann beim Pitch zu versagen.
Das Problem liegt nicht in mangelnden Inhalten oder schlechter Vorbereitung. Es liegt in sechs psychologischen Fallen, die systematisch sabotieren, wie unsere Botschaften beim Publikum ankommen.
Psychologie: Die Selbstwert-Theorie
Die Self-Worth-Theory nach Covington und ihre Relevanz für Transformation & Change-Prozesse
Kernaussage:
Die Self-Worth-Theory von Martin Covington erklärt, warum Menschen im Kontext von Veränderungen oft Widerstand zeigen: Ihr Selbstwertgefühl ist eng mit Erfolg, Leistung und dem Vermeiden von Fehlern verknüpft. In Change-Prozessen kann dies sowohl förderlich als auch hinderlich sein. Erfolgreiche Transformationen gelingen besser, wenn die psychologischen Mechanismen dieser Theorie erkannt und berücksichtigt werden.
Das LISA-Modell: Mit vier einfachen Schritten zur Innovationskultur
Die Kreativität Ihrer Mitarbeitenden ist der Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit Ihrer Organisation – doch die meisten Unternehmen der Sozialwirtschaft lassen dieses Potenzial ungenutzt liegen. Das LISA-Modell zeigt Ihnen, wie Sie systematisch eine Kultur der Innovation aufbauen, die nicht nur Ihre Mitarbeitenden entlastet, sondern auch nachhaltig bessere Lösungen für Ihre Zielgruppen schafft.
Die Sozialwirtschaft steht vor beispiellosen Herausforderungen: demografischer Wandel, Fachkräftemangel, digitale Transformation und gleichzeitig der Anspruch, menschenzentrierte Lösungen zu entwickeln. Während viele Organisationen auf externe Berater oder teure Technologien setzen, übersehen sie oft die wichtigste Ressource: die Kreativität und das Wissen ihrer eigenen Mitarbeitenden.
Das LISA-Modell – entwickelt aus über 15 Jahren Erfahrung in der Innovationsbegleitung – bietet einen systematischen Ansatz, um diese verborgenen Potenziale zu aktivieren und eine nachhaltige Innovationskultur aufzubauen.
Kursbuch ProjektWirkstatt
Zusammen mit dem Rückenwind-Projekt der Stiftung Liebenau haben wir viele Erkenntnisse zu Projekten in der Sozialwirtschaft sammeln können, und daraus die ProjektWirkstatt entwickelt.
Projekten mangelt es in der Regel an guter Projektbegleitung, nicht an Geld oder Förderung
Wenn Projekte „chaotisch“ laufen verlieren selbst die motivierten Mitarbeitenden, die Projekte aktuell leiten, oft die Lust an weiteren Projekten, es fehlen chronisch Projektleitende
Oft fehlt es an guter Methodik aus der Realität, und an Begleitung. Die reine Papier-Theorie aus Projektmanagement ist für Projektverantwortliche oft schwer verdaulich.
Basierend darauf haben wir Ansätze entwickelt, die zu fundamental besseren Projekten, zur Entlastung von Mitarbeitenden und damit zu mehr Effekt bei der Zielgruppe führt. Wir laden Sie herzlich dazu ein, für diese positiven Veränderung auch einen Beitrag zu leisten!
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Dieses Kursbuch beschreibt meine Philosophie, wie man die Kreativität von Menschen einfangen und nutzen kann, um Lösungen zu entwicklen, die Mehrwert für Mensch, Organisation und den Planeten schaffen.
Ich fasse diesen Prozess zusammen in 3 Worte: “schnell – billig – lernen”.
Wir haben dieses Kursbuch mit viel Liebe und Sorgfalt zusammengestellt, in der Hoffnung, dass es für Sie genauso wertvoll ist, wie es für viele andere Projektleitende, Projektmanagende und Mitarbeitende gewesen ist. Also schnappen Sie sich einen Kaffee (oder Tee), machen Sie es sich bequem und lassen Sie uns zusammen etwas Großartiges schaffen!
Hier gehts zum Download des Kursbuch!
DIKW Pyramide
Ein Modell zur Strukturierung und Hierarchisierung von Daten, Informationen, Wissen und Weisheit
Die DIKW (Data-Information-Knowledge-Wisdom) Pyramide ist ein fundamentales Modell des Wissensmanagements, das in den 1980er Jahren entwickelt wurde. Das Tool eignet sich besonders gut für die Analyse und Strukturierung von Wissensmanagement-Prozessen in Organisationen sowie für die strategische Planung von Informationsflüssen. Es hilft Teams und Organisationen dabei, den Weg von rohen Daten bis hin zu anwendbarer Weisheit systematisch zu verstehen und zu gestalten.
Gewaltfreie Kommunikation nach Marshall B. Rosenberg
Ein Kommunikationsmodell zur empathischen Verbindung und konstruktiven Konfliktlösung
Dauer: 90-180 Minuten
Anwendung: Physisch oder Virtuell
Materialien: Flipchart/Whiteboard, Marker, Handouts mit den 4 Schritten, Beispielsituationen auf Karten
Teilnehmende: 6-15 Teilnehmer:innen
Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) wurde in den 1960er Jahren von dem amerikanischen Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickelt. Sie ist besonders wertvoll in Konfliktsituationen und überall dort, wo Menschen respektvoll und wertschätzend miteinander kommunizieren möchten. Das Tool eignet sich hervorragend für Team-Entwicklungsprozesse und kann zu jedem Zeitpunkt eingesetzt werden, um die Kommunikationskultur nachhaltig zu verbessern.
Psychologie: Selbstbestimmungstheorie nach Deci & Ryan
Wissenschaftlich fundiertes Modell zur Analyse und Förderung von Motivation und Wohlbefinden
Dauer: 90-120 Minuten
Anwendung: Physisch oder Virtuell
Materialien: Flipchart/Whiteboard, Moderationskarten, Stifte, Handout zur Theorie
Teilnehmende: 6-15 Teilnehmer:innen
Die Selbstbestimmungstheorie (SDT) wurde von Edward L. Deci und Richard M. Ryan in den 1980er Jahren entwickelt und gehört zu den einflussreichsten Motivationstheorien. Sie erklärt, wie intrinsische und extrinsische Motivation entstehen und welche Grundbedürfnisse erfüllt sein müssen, damit Menschen ihr volles Potenzial entfalten können. Das Tool eignet sich besonders für Führungskräfte-Entwicklung und Team-Workshops, in denen es um nachhaltige Motivation geht.
Psychologie: 5 Antreiber der Transaktionsanalyse
Ein Analysewerkzeug zur Identifikation und Reflexion innerer Glaubenssätze und Verhaltensmuster
Dauer: 90-120 Minuten
Anwendung: Physisch oder Virtuell
Materialien: Flipchart/Whiteboard, Arbeitsblätter mit Antreiber-Beschreibungen, Stifte, Reflexionsbögen
Teilnehmende: 1-12 Teilnehmer:innen
Die Antreiber-Analyse stammt aus der Transaktionsanalyse nach Taibi Kahler und wurde in den 1970er Jahren entwickelt. Das Tool eignet sich besonders gut für Coaching-Situationen und Team-Entwicklungsprozesse, in denen es um Selbstreflexion, Stressbewältigung und persönliche Entwicklung geht. Die fünf Antreiber sind unbewusste Glaubenssätze, die unser Verhalten besonders in Stresssituationen stark beeinflussen.
Das Dramadreieck nach Karpman
Ein psychologisches und soziales Modell zur Analyse problematischer Beziehungsmuster und Kommunikationsdynamiken
Dauer: 60-90 Minuten
Anwendung: Physisch oder Virtuell
Materialien: Flipchart/Whiteboard oder digitales Whiteboard, Stifte, Arbeitsblätter mit Dreieck-Vorlage
Teilnehmende: 6-12 Teilnehmer:innen
Das Dramadreieck wurde 1968 von Stephen Karpman entwickelt und ist ein grundlegendes Konzept der Transaktionsanalyse. Es beschreibt drei typische Rollen in konfliktbehafteten Situationen: Opfer, Verfolger:in und Retter:in. Das Tool eignet sich besonders gut für Team- und Führungskräfteentwicklung sowie zur Konfliktanalyse.
Porter’s Five Forces
Strategisches Analysetool zur Bewertung der Wettbewerbsposition und Branchenattraktivität
Dauer: 120-180 Minuten
Anwendung: Physisch oder Virtuell
Materialien: Flipchart/Whiteboard oder digitales Whiteboard, Marker, Moderationskarten
Teilnehmende: 4-12 Teilnehmer:innen
Das Five Forces Model wurde 1979 von Michael Porter entwickelt und ist eines der wichtigsten strategischen Analysewerkzeuge im Management. Es wird typischerweise in der Strategieentwicklung oder bei der Analyse neuer Märkte eingesetzt. Das Tool hilft Teams dabei, die Wettbewerbskräfte in ihrer Branche systematisch zu analysieren und daraus strategische Handlungsoptionen abzuleiten.
PESTEL Analyse
Strukturierte Analyse des Makroumfelds eines Unternehmens oder einer Organisation anhand von sechs Dimensionen
Dauer: 120-180 Minuten
Anwendung: Physisch oder Virtuell
Materialien: Whiteboard oder digitales Whiteboard, PESTEL-Template
Teilnehmende: 5-12 Teilnehmer:innen
Die PESTEL-Analyse ist ein strategisches Managementtool zur systematischen Untersuchung von Makroumfeld-Faktoren, die Einfluss auf eine Organisation haben. Das Tool wurde in den 1960er Jahren entwickelt und kontinuierlich erweitert. Es eignet sich besonders gut für die strategische Planung und Risikobewertung, da es einen umfassenden Überblick über externe Einflussfaktoren bietet.
9 Stufen der Konflikteskalation nach Friedrich Glasl
Analysewerkzeug zur Einordnung von Konfliktsituationen und deren Eskalationsgrad
Dauer: 60-90 Minuten
Anwendung: Physisch oder Virtuell
Materialien: Flipchart oder digitales Whiteboard, Moderationskarten, Stifte, ausgedruckte oder digitale Übersicht der 9 Stufen
Teilnehmende: 1+ Teilnehmer:innen
Das Modell der Konflikteskalation wurde von Friedrich Glasl in den 1990er Jahren entwickelt und ist heute eines der wichtigsten Werkzeuge in der Konfliktanalyse und -bearbeitung. Es eignet sich besonders gut für die Analyse bestehender Konflikte und sollte idealerweise in der Diagnose- oder frühen Interventionsphase eines Konfliktmanagementprozesses eingesetzt werden. Das Tool hilft dabei, den aktuellen Stand eines Konflikts einzuordnen und entsprechende Interventionsmaßnahmen abzuleiten.
Problem Statements entwickeln
Eine strukturierte Methode zur präzisen und lösungsoffenen Formulierung von Problemstellungen.
Dauer: 45-60 Minuten
Format: Physisch oder virtuell
Material: Flipchart/Whiteboard, Stifte, Haftnotizen
Teilnehmende: 3-8 Personen ideal, auch einzeln oder in größeren Teams möglich
Einleitung
Das Problem Statement ist ein essentielles Tool in der frühen Phase des Innovationsprozesses. Es hilft dabei, identifizierte Probleme so zu formulieren, dass sie lösungsoffen bleiben und gleichzeitig konkret genug sind, um zielgerichtet daran arbeiten zu können. Die Methode stammt aus dem Design Thinking und wird eingesetzt, bevor Teams in die Ideenfindung gehen.
Delegation Poker
Ein mächtiges Werkzeug für moderne Führung und Projektmanagement
In der sich stetig wandelnden Arbeitswelt stehen Führungskräfte und Projektleiter vor der Herausforderung, Entscheidungsprozesse effektiv und transparent zu gestalten. Dabei geht es nicht nur um die Frage, wer welche Entscheidungen trifft, sondern auch darum, wie Teams gestärkt und Mitarbeitende in ihrer Entwicklung gefördert werden können. Delegation Poker, entwickelt von Jurgen Appelo im Rahmen von Management 3.0, bietet hier einen innovativen Ansatz.
Fördermittelratgeber
Unser Fördermittelratgeber
Herzlich willkommen zu unserem Leitfaden „Fördermittel finden“ für Projektmitarbeitende in der Sozialwirtschaft!
In der Welt der sozialen Projekte sind Fördermittel oft der Schlüssel zum Erfolg. Sie ermöglichen es uns, innovative Ideen umzusetzen, Menschen zu unterstützen und positive Veränderungen in unserer Gesellschaft zu bewirken. Doch der Weg zur richtigen Förderung kann manchmal herausfordernd und komplex erscheinen.
Dieser Leitfaden wurde speziell für Sie entwickelt, um Ihnen den Prozess der Fördermittelakquise zu erleichtern und Ihre Erfolgschancen zu erhöhen. Egal, ob Sie ein Neuling auf diesem Gebiet sind oder bereits Erfahrung haben – hier finden Sie wertvolle Informationen und praktische Tipps.
Was erwartet Sie in diesem Leitfaden?
Ein umfassender Überblick über verschiedene Förderarten
Schrittweise Anleitungen zur Vorbereitung und Durchführung Ihrer Förderanträge
Strategien zur effektiven Recherche von Fördermöglichkeiten
Einblicke in die Zusammenarbeit mit Förderern
Praktische Tipps zur Formulierung überzeugender Anträge
Ein hilfreiches Glossar mit wichtigen Begriffen
Unser Ziel ist es, Sie auf Ihrem Weg zur erfolgreichen Projektfinanzierung zu begleiten und zu unterstützen. Nutzen Sie diesen Leitfaden als Ihr persönliches Werkzeug, um Ihre Visionen in die Realität umzusetzen und nachhaltige Wirkung zu erzielen.














